Visual

Geben Sie Gas mit Kupfer!

Auch in der Gasinstallation sind Kupferrohre problemlos einsetzbar. Die Hauptanwendung lag bis heute beim Gasherd. Neueste Entwicklungen zeigen jedoch, dass die Anwendungsbreite von Gas im Haushalt stetig steigt. Neue Geräte, wie Gas. Spülmaschinen, Gas-Wäschetrockner, Gas-Waschmaschinen, Gas-Kamine und Gas-Saunaöfen für den Innenbereich des Eigenheims, sowie Gasterrassenstrahler und Gasgrills für den Außenbereich zeigen, dass eine Versorgung dieser Geräte mit dieser sauberen Energie, geleitet durch vorummantelte Kupferrohre unterputz leicht erreichbar ist.    

Kupferrohre können für Anlagen verwendet werden, die mit Gasen nach DVGW Arbeitsblatt G 260/I und II in Gebäuden und auf Grundstücken betrieben werden. Dazu zählen im Wesentlichen die Gasfamilien Erdgase und Flüssiggase.

Aus Gründen der Betriebssicherheit stellen Erdgas nach TRGI und Flüssiggas nach TRF an die für Gas-Installationen vorgesehenen Rohre besondere Anforderungen. Grundsätzlich gilt, dass Teile von Gasanlagen so beschaffen sein müssen, dass sie im fachgerechten Betrieb sicher sind. Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn sie das DIN-DVGW-Prüfzeichen tragen oder wenn sie in der TRGI ’86 ausdrücklich genannt werden. Kupferrohre sind nach DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt GW 392 einzusetzen.

Für Gasinstallationen können Pressverbinder nach DVGW Prüfgrundlage VP 614 mit besonderer Kennzeichnung verwendet werden. Innerhalb von Gebäuden, in denen sich Personen nicht nur vorübergehend aufhalten, dürfen Pressverbinder nur mit dem für die höhere thermische Belastbarkeit zugelassenen Nenndruck beaufschlagt werden. Dieser Nenndruck bei höherer thermischer Belastbarkeit ist auf dem Pressverbinder mit dem Zusatz GT markiert (s. nachstehende Skizze).

 

Verbindungstechniken Gas
Rohrverbindungen in der Gasinstallation sind nach DVGW -GW 2 auszuführen. Folgende Form- und Verbindungsstücke dürfen in der Gasinstallation verwendet werden:

  • Kapillarlötfittings (EN 1254), hartgelötet
  • Rohrbogen aus Kupfer zum Einschweißen (DIN 2607)
  • Verbindungsstücke für metallene Rohre mit glatten Enden (DIN 3387)
  • Pressverbindungen (DVGW-Prüfblatt VP 614)
  • Flanschverbindungen (DVGW-Arbeitsblatt GW 2)

Bei Lötverbindungen muss beachtet werden, dass Kupferrohre für Flüssiggasanlagen nach TRF 1996 bei Leitungen mit einem Betriebsdruck > 0,1 bar ab der Rohrdimension 42 x 1,5 mm oder größer nicht durch Hartlöten miteinander verbunden werden. Diese Rohrleitungen müssen geschweißt werden.